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Ralph Franklin Keeling SCHRECKLICHE ERNTE Der teure Versuch, das deutsche Volk auszurotten (Die Übersetzung von Gruesome Harvest durch die Zündelseite) Wie wir Rußland
in die Hände gespielt haben General Dwight D. Eisenhower sagte bei einer
Pressekonferenz in London, daß die Russen
"gern lachen." Im Hinblick auf die Art und Weise,
wie wir ihnen in die Hände gespielt haben und
auf ihre Täuschungen hereingefallen sind,
können sie das auch. Die Dinge sind bereits so weit gediehen,
daß uns in allem Ernst gesagt wurde,
daß wir die Russen und ihre Regierung nicht
kritisieren dürfen; doch diejenigen, die das
sagten, hatten keinerlei Hemmungen, alles
amerikanische zu kritisieren und gaben sich nicht
die geringste Mühe, die sowjetische Kritik uns
gegenüber zu stoppen. Im März 1945 hatten die GIs in Deutschland
den offiziellen Befehl erhalten, keine
unvorteilhaften Bemerkungen über die Roten zu
machen.[1] Typisch für unsere
unamerikanischen Bemühen, Kritiken zu
unterdrücken, war im April 1946 die AMG Zensur
eines Briefes von einem katholischen Bischof, der
dazu aufrief, der Mißhandlung der Deutschen
durch Zwangsarbeit und Vertreibung Aufmerksamkeit
zu schenken. Wir verbaten das Vorlesen des Briefes
in Kirchen, weil es Rußland beleidigen
könnte.[2] Sozialdemokraten und
anderen deutschen politischen Parteien war es nicht
erlaubt, die kommunistische Partei zu kritisieren,
weil dadurch Rußland weniger Grund gegeben
werde, sich beleidigt zu fühlen. Wir müssen erkennen, daß sowohl mit
Nationen als auch mit Menschen, die keine Kritik
vertragen und die sich über jeden Vorwurf
erhaben fühlen, etwas ernstlich falsch ist,
und daß ebenfalls mit den Menschen etwas
nicht in Ordnung ist, die sich dem fügen. Rußland verdient nicht nur Kritik, sondern
Verurteilung. 1939 sagte Stalin zu der
kommunistischen Partei Rußlands, sie
müsse sich vor uns in acht nehmen, weil wir
"Spione, Mörder und Zerstörer" in die
Sowjetunion schicken würden. Tatsache ist
jedoch, daß die Sowjetunion ihre Spione,
Mörder und Zerstörer, wie in alle
anderen, so auch in dieses Land gesandt hat, wo sie
die Regierung infiltrierten und Hunderte von
Schlüsselpositionen innehaben, in unseren
Räten sitzen und sogar dabei helfen, unsere
Außenpolitik zu gestalten. Die Russen müssen sich ins Fäustchen
lachen über die Art und Weise, in der wir
diese heimtückische Fünfte Kolonne
verhätscheln. Im Gegensatz dazu,
erschießen die Roten jeden in Rußland,
der ihren Argwohn erregt und von dem sie annehmen,
daß er Einfluß von außen
hereinbringen könnte. In dem kanadischen Spionage Prozeß wurde
sowohl durch direkte Aussage als auch durch
dokumentarische Beweise festgestellt, daß
"die Auflösung der Kommunistischen
Internationale wahrscheinlich die größte
Farce der Kommunisten in den letzten Jahren war"
und daß "nur der Name gestrichen wurde in der
Absicht, die öffentliche Meinung in den
demokratischen Ländern zu beruhigen. In
Wirklichkeit existiert die Komintern noch und
arbeitet weiter." Kommunistische Insider wurden von
ihren Höheren Tieren hinsichtlich Britannien
und der Vereinigten Staaten gewarnt: "Gestern waren
sie unsere Verbündeten, heute sind sie unsere
Nachbarn, morgen werden sie unsere Feinde sein." Es
stellte sich auch heraus, daß "in
Rußland bei Unterhaltungen mit Propagandisten
und sogar in der Presse viel Propaganda gemacht
wird.. Es geschieht, um das Volk zu dem Gedanken zu
erziehen, daß es noch einen Krieg führen
müsse, und daß dieser dann
möglicherweise unser letzter Krieg sein
wird."[3] In Deutschland haben wir erlaubt, daß die
Komintern ihre Agenten in die AMG und die von uns
eingerichteten örtlichen deutschen
Regierungsapparate einschleust. Zeitungen in
unserer Zone tendieren zum Kommunismus, zumeist
weil als erstes frühere Anti-Nazi-Talente
für die Arbeit bei der Presse freigestellt
wurden, und zwar durch Emigranten aus Deutschland
mit Links-Neigung, die von der AMG für die
Überprüfungen eingesetzt worden
waren.[4] Im Mai 1946 stellte sich heraus, daß das
Außenministerium mit Hilfe des FBI eine
Säuberungsaktion durchgeführt hatte,
während der Hunderte von pro-sowjetischen
Angestellten entlassen wurden.[5] Einige
Zeit später, als der Chef des Departments, Mr.
Byrnes, gefragt wurde, warum gewisse andere nicht
entlassen worden seien, obwohl sie identifiziert
worden waren, erwiderte dieser, daß es nicht
ratsam sei, das zu tun, während wir uns in
einem ernsthaften Kampf mit der Sowjetunion
befinden.[6] Seine Entschuldigung war ein stillschweigendes
Eingeständnis dafür, daß er
wußte, daß diese Männer Agenten
der Sowjetregierung waren und daß der Kreml
ärgerlich werden könnte, wenn wir diese
Lumpen bekanntmachen würden. Es gibt keinen einleuchtenden Grund, warum wir
Rußland und seine Fünfte Kolonne
irgendwie anders behandeln sollten, als wir
Nazi-Deutschland und seine Fünfte Kolonne
behandelten. Der einzige wichtige Unterschied
zwischen den beiden im Hinblick auf die Bedrohung
unseres nationalen Friedens und unserer Sicherheit,
ist, daß die sowjetische Fünfte Kolonne
weitaus stärker und tiefer eingewurzelt ist,
als es diejenige der Nazis jemals war. Wenn es in
unseren Augen richtig war, die Nazis so zu
zerstören, wie wir es taten, ohne
Rücksicht auf Hitlers Gefühle, wäre
es nur recht, mit ebensolcher Entschlossenheit und
Wirksamkeit die Kommunisten in unserer Mitte zu
zerstören, ohne Rücksicht auf Stalins
Gefühle, weil sie alle potentielle
Verräter und Saboteure sein würden, falls
wir mit Rußland in ernsthafte Schwierigkeiten
geraten sollten. Eine der kostspieligsten Konsequenzen der
sowjetischen Infiltration unseres
Außenministeriums, war die Annahme der
raffinierten Vorschläge in Jalta und Potsdam.
Diese schließen ein: Teilung Deutschlands in
Zonen, jede durch eine andere Macht besetzt; den
Alliierten Kontrollrat, mit der Klausel, die
Einstimmigkeit bei allen Entscheidungen
vorschreibt, mit dem bereits dargelegten
katastrophalen Ergebnis; von Deutschland
verschiedenartige Reparationen zu verlangen; das
Zwangsarbeitersystem; die erzwungene Vertreibung
von Deutschen aus verlorenen deutschen Gebieten,
Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei. Die in
Potsdam akzeptierten territorialen Abmachungen und
Pläne, waren alles solche, auf denen
Rußland bestanden hatte. Französische
Forderungen wurden offengelassen. Die Idee eines
langen Waffenstillstands für Deutschland, wenn
sie auch nicht direkt von Rußland kam,
würde ganz bestimmt in Rußlands
Hände spielen.[7] In den Tagen zwischen Teheran und Potsdam, waren
Britannien und die Vereinigten Staaten, zum
großen Teil Dank Mr. Roosevelts
unglücklichem "Großen Entwurf" und dem
Einfluß der Roten in der Regierung, eifrig
bemüht, jede sowjetische Idee zu
übernehmen und jeden sowjetischen Plan
für Deutschland gutzuheißen. Wenn auch
schwer im Krieg verwickelt, fanden die Gehirne im
Politbüro die Zeit, ein Programm
auszuarbeiten, das den
größtmöglichen Vorteil aus der
Beflissenheit der Westmächte zog. Seitdem
haben sie diesen Vorteil stetig wahrgenommen, und
wir mußten die Folgen tragen. Wir haben Rußland sogar dabei geholfen,
sowohl direkt als auch indirekt, seine Macht
über Osteuropa und dem halben Deutschland
auszudehnen. Anstatt Churchills Rat zu folgen und
Deutschland durch den Balkan anzugreifen und
dadurch Rußland Eroberung und Besetzung zu
verhindern, stellten wir uns an die Seite
Rußlands und beschlossen, den Angriff
über den Englischen Kanal durchzuführen.
Als die Russen in den Balkan einströmten und
in Österreich und Deutschland, saßen sie
in amerikanischen lend-lease (Leih-Pacht) Lastern,
Jeeps und Flugzeugen. Seitdem haben wir ihre
brutale Herrschaft durch solche Einrichtungen wie
die UNRRA gefördert. So schnell wir konnten,
brachten wir Hilfsgüter in diese Gebiete, und
Rußland hat einen entsprechenden Teil davon
für sich genommen und nimmt den Dank für
etwas in Anspruch, das wir hineingebracht
haben.[8] In Deutschland übergaben wir
den Russen sogar unsere Druckplatten für Geld
und erlaubten ihnen, Milliarden von Besatzungs-Mark
zu drucken, die wir ursprünglich einlösen
sollten, und das wahrscheinlich auch tun werden.
Jedoch die ganze Hilfe, eingeschlossen die elf
Milliarden Dollar an lend-lease (Leih-Pacht)
Geschenken, wurden vom Kreml ignoriert, der sich
unseren vitalsten Interessen ungeniert weiterhin in
den Weg stellt. Zusätzlich zu all dem, wie Dorothy Thompson
es gut ausgedrückt hat: "Mr. Morgenthaus
phantastisches Konzept war die Grundlage der
'Prinzipien' für das Potsdamer Programm, das
direkt in die Hände der Sowjets
spielte."[9] Mit anderen Worten, der
Morgenthau-Plan war maßgerecht für den
Kreml gemacht. Als wir zu den Russen in Jalta mit einem
sogenannten Friedensplan kamen, der Rache und
Zerstörung eines Handelskonkurrenten
verlangte, sahen sie die Gelegenheit, ergriffen sie
und verwandelten das ganze Programm zu ihrem
Vorteil und auf unsere Kosten. Wenn auch der Plan verspricht, einer unruhigen
Welt die Segnungen von Frieden und Wohlstand zu
bringen, hätten wir uns nur die Mühe
machen sollen, die Vorschläge im Licht von Mr.
Morgenthaus eigenen Prinzipien zu analysieren, die
er in anderen Verbindungen und bei anderen
Gelegenheiten ausgedrückt hatte, weil wir dann
sofort festgestellt haben würden, daß er
nur eine Katastrophe bringen konnte. Mr. Morgenthau, der Finanzminister, der sich um
Annahme des Bretton Woods Fund and Bank Plans
bemühte, vertrat die These, daß
"Wohlstand, wie Frieden, unteilbar ist." Und als er
sich später für das Darlehn an Britannien
einsetzte, sprach er ausführlich über
dieses Prinzip. Dies sind seine Worte: Der Gegensatz zwischen diesen Lehrsätzen
und der absichtlichen Verarmung irgendeiner Nation
ist unvereinbar und offensichtlich. Mr. Morgenthau
verbreitet diese Ideen als universelle Prinzipien,
die ohne Ausnahme auf alle Länder angewandt
werden können. Wenn sie wirklich benutzt
werden könnten, um die Opferbereitschaft zu
stärken und ein Land, Britannien, auf die
Füße zu bringen, um Frieden und
Wohlstand in der Welt zu stärken, so
führen sie in gleichem Masse zu der
Schlußfolgerung, daß ein Programm,
daß die dauernde Verarmung irgendeines
führenden Landes vorsieht, Deutschland nicht
ausgenommen, die ganze Welt in einen
wirtschaftlichen Schlammassel stürzen
würde. Mr. Morgenthau ist jedoch nicht der einzige, der
sich auf diese Weise durch seine eigenen Prinzipien
kompromittiert. Mr. Bernard Baruch, wohlbekannter
Berater von Präsidenten, war gleichzeitig auch
ein Eine-Weltler und unversöhnlicher
Befürworter der Umwandlung Deutschlands in ein
Armenhaus. Als der Krieg in Europa dem Ende zuging,
war Mr. Baruch, der seine Zuhörer als
"Mitbürger der Welt" zu begrüßen
pflegt, in London, wo er A. Victor Lasky, einem
Mitarbeiter von Stars and Stripes, ein Interview
gab. Indem er seine Gegenwart in der britischen
Hauptstadt erklärte, sagte Baruch, Lasky
zufolge: Dies war Mr. Baruchs Art zu sagen, daß er
in Übersee war, um aufzupassen, daß
Deutschland für immer als Konkurrent auf dem
Weltmarkt ausgeschaltet war. Baruch erklärte nicht, aus was der "dicke
Knüppel" bestand, den er über den
großen Burschen schwang, jedoch machte er im
darauffolgenden Juni vor dem Komitee für
militärische Angelegenheiten des Senats sehr
klar, was seiner Meinung nach mit dem Reich
geschehen solle. Er sagte, daß es nicht
genüge, nur ein "wirtschaftlich schwaches"
Deutschland zu verlangen, sondern daß das
Programm, Deutschland zu schwächen,
"ausreichend spezifisch sein müsse - Industrie
nach Industrie - so, daß alle
Besatzungsmächte wissen, daß sie in
derselben Sache übereinstimmen." Vor allem,
sagte er, müßten Reparationen in
deutscher Arbeitskraft bezahlt werden, anstatt die
Industrie des Landes wiederaufzubauen, damit es die
Reparationen durch Exporte aus der
gegenwärtigen Produktion bezahlen könne.
Deutschlands "Möglichkeiten zum Kriegmachen
müssen ausgeschaltet werden. Viele Fabriken
müssen nach Osten und Westen in freundliche
Länder verschickt werden; die ganze
Schwerindustrie muß zerstört werden; die
Güter der Junker müssen aufgeteilt
werden; die Exporte müssen strengstens
kontrolliert und deutsche Vermögenswerte und
Geschäftsorganisationen überall in der
Welt mit der Wurzel ausgerissen werden." Dieses Programm der Verarmung sowie das von Mr.
Morgenthau, sind sich natürlich sehr
ähnlich. Mr. Baruch gibt offen zu, daß
es sein Ziel ist, Deutschland als
Handelskonkurrenten auszuschalten; Mr. Morgenthaus
Programm enthält stillschweigend die gleiche
Zielsetzung. Die Menschen waren entsetzt, wenn
erzählt wurde, daß der ältere
Rockefeller die Raffinerien von Konkurrenten
niederbrannte, wenn er sie nicht auf andere Weise
zerstören konnte. Um wieviel abscheulicher
sind diese Absichten, die Wirtschaft einer ganzen
Nation aus ähnlichen Gründen zu
zerstören! Konservative Führer, die ihren
Einfluß auf diese Weise benutzen, bereiten
die Grundlage vor für wirksame Kritik an der
kapitalistischen Moral, oder deren Fehlen, und
schwächen die Basis für eine Verteidigung
des Profitsystems. Da der Eine Welt These zufolge
Wohlstand "von allen geteilt werden muß, wenn
sich überhaupt jemand daran erfreuen soll" und
"alle daran beteiligt werden müssen oder alle
ihn mit der Zeit verlieren werden," würde der
Morgenthau-Baruch Plan nicht nur Deutschland
verarmen, sondern Europa und die ganze Welt, die
Vereinigten Staaten nicht ausgenommen, und darum
vermutlich ebenso die Herren Baruch und
Morgenthau. Die Morgenthau-Baruch Vorschläge waren die
offizielle Politik unserer Regierung, die sich
gleichzeitig zu den Eine-Welt-Prinzipien
verpflichtet hatte. Als Ergebnis dessen, waren
unsere führenden Beamten, in dem Bemühen,
diese sich gegenseitig ausschließenden
Theorien aufrechtzuerhalten, gezwungen, wie Mr.
Morgenthau, sich auf absurde Art selbst zu
widersprechen. Zum Beispiel sagte Mr. Truman,
während er für die Verarmung Deutschlands
entsprechend der Morgenthau-Baruch Linie eintrat,
in Soldiers Field in Chicago: Später sagte er in derselben Rede: Durch die Fortsetzung unserer Politik,
wirtschaftliches Elend in Deutschland zu schaffen,
würden wir fruchtbaren Boden für den
Kommunismus bereiten. Soviel gibt Mr. Truman hier
zu. In seiner Rede in Stuttgart widerspricht sich
Mr. Byrnes auf ähnliche Weise, weil er
versucht, das ursprüngliche Programm der
Ent-Industrialisierung und Ent-Nazifizierung zu
rechtfertigen, was heißt, Deutschland in
Armut zu halten, und zur gleichen Zeit sagt er: Bevor wir die Achtung der Welt gewinnen
können und auf dem rechten Weg zu wirklichem
Wohlhaben und Wohlbefinden sind, müssen wir
die gesamte Morgenthau und Potsdam-Vergiftung aus
unserem Denken und unserer offiziellen Politik
auslöschen. Wir müssen die feststehende Tatsache,
daß Deutschland, auf dem das Wirtschaftsleben
dieses Kontinents beruht, das Herz Europas ist,
ernst nehmen, und daß, wenn wir dieses Herz
zum Stillstand bringen, ganz Europa sterben
muß. Wir müssen uns ebenfalls
darüber klar sein, daß jeder
Rückgang des deutschen Lebensstandards, auch
den Standard anderer europäischer Länder
senken würde, daß, wenn man sie alle auf
das gleiche Niveau bringt, das allgemeine Verarmung
bedeuten würde, was wiederum den Fortschritt
auf Jahrhunderte hinaus zunichte machen
würde. Trotz der anderswo ausgedrückten
Eine-Welt-Prinzipien, schreibt Mr. Morgenthau in
seinem Buch Deutschland ist unser Problem: Er argumentiert sachlich, daß "ein starkes
Europa besser sei, als ein starkes Deutschland," so
als seien diese beiden entgegengesetzt, und besteht
darauf, daß eine Schwächung Deutschlands
und Verringerung seines Außenhandels besser
seien für europäischen Wohlstand. Er
sagt: Kurz gesagt, wenn es Deutschland betrifft,
findet Mr. Morgenthau Außenhandel vollkommen
unwichtig, wenn dagegen andere Länder
betroffen sind, erhält Außenhandel
einmalige Wichtigkeit. In einer Äußerung gegenüber dem
Small Business Komitee des Senats sagte Mr.
Morgenthau am 20. April 1945: Am 26. Februar 1945 sagte er im Economic Club
von Detroit, als er auf eine Erhöhung unserer
Exporte auf eine Million Autos drang: Solche Darstellungen zeigen, daß Mr.
Morgenthau, wenn er die Dinge nur durchdenken
würde, entweder seine Vorschläge, das
Reich zu verarmen und dessen Handel mit der
übrigen Welt zu zerstören, oder aber die
Eine-Welt-Prinzipien aufgeben muß. Britanniens Erfahrung beweist deutlich die
Wichtigkeit Deutschlands für die
europäische Wirtschaft. Zunächst geriet
es unter den Einfluß derer, die sich für
die Verarmung Deutschlands einsetzten, angeblich,
um einen anderen Krieg zu verhüten, jedoch in
Wirklichkeit, um das Reich als Handelskonkurrenten
auszuschalten und es in einen Markt für die
Produkte zu verwandeln, die es vorher exportiert
hatte. Als Großbritannien jedoch sah,
daß Deutschland einer Katastrophe
gegenüberstand und Europa mit hineinziehen
würde, änderte es seine Haltung
teilweise, um zu verhüten, was "einem sich
selbst aus Gehässigkeit die Nase abschneiden
nahe kam." Weil es schließlich erkennen
mußte, daß eine Zerstörung
Deutschlands, um eine Konkurrenz deutscher Exporte
mit den eigenen zu verhindern, gleichzeitig einen
großen Verlust von Verkäufen englischer
Waren an Deutschland bedeuten würde. Wie
Premierminister Attlee zum U.S.-Kongreß
sagte, "Wir können keinen Wohlstand zu Hause
haben mit einer Hölle draußen." Man spürte den deutschen Zusammenbruch
überall. Schweden äußerte offiziell
Besorgnis über die Tatsache, daß es
nicht in der Lage sei, den üblichen Handel mit
Deutschland durchzuführen, was schädliche
Konsequenzen sowohl für sich selbst als auch
für Deutschland nach sich ziehe.[13]
Auch Holland wurde hart getroffen, weil es
Nahrungsmittel und Brennstoff exportieren
mußte, während das Land selbst ohne
auskommen mußte. Holländische Bauern
tauschten üblicherweise Nahrungsmittel gegen
deutsche Düngemittel, den es jetzt nur zu
hohen Preisen von Herstellern mit hohen Preisen
erhalten kann. Holland erhielt üblicherweise
Gebühren für die Durchfahrerlaubnis von
Gütern aus Deutschland nach anderen
Ländern: Nun ist dieser Handel und seine
Profite durch die Unterdrückung des deutschen
Handels vorbei. Deutschland und Holland tauschten
allgemein die Güter aus, die in jedem Land am
besten hergestellt wurden. Das brachte deutsche
Maschinen, Werkzeuge und Instrumente in
holländische Fabriken, auf holländische
Bauernhöfe und auf Eisenbahnen. Durch den
Herstellungsstopp im Reich, können solche
Einrichtungen nicht mehr ersetzt oder auch nur
repariert werden. Wie ein Beobachter es
ausdrückt: In London sagt ein Telegramm von der Associated
Press, "Ernährungsminister aus 17
europäischen Ländern wandten sich an das
besiegte Deutschland als mögliche Quelle
für Kohle und Düngemittel, die beide
dringend benötigt werden, um eine Hungersnot
zu vermeiden."[15] Der London Economist zeigte tiefe Besorgnis und
sagt: Die Chicago Sun sagte im Leitartikel: Dies wurde natürlich in Verteidigung eines
Darlehns an Britannien gesagt, aber dieselbe Logik
bezieht sich genauso auf Deutschland, das einmal
einer unserer besten Kunden war. Mr. Byrnes sagte in Paris: Wie Molotow in Paris, gab er in Stuttgart zu,
daß Deutschland die industrielle Werkstatt
Europas ist. Um es zu wiederholen, wir müssen uns klar
darüber sein, daß wir nicht mit unseren
ursprünglichen Praktiken Deutschland
gegenüber fortfahren können, ohne zu
riskieren, Deutschland zu verarmen und, als
Konsequenz daraus, Europa und die ganze Welt. Mr. Morgenthau, dessen Ideen über das Thema
sich mit den offiziellen Ansichten der Vereinten
Nationen decken, basiert seinen ganzen Fall,
Deutschland in ein Armenhaus zu verwandeln, auf der
These, daß Deutschlands Kriegsbegierde der
alleinige Grund für beide Weltkriege war. "Der
Wunsch nach Krieg," schreibt er in seinem Buch,
"war im Deutschen so fest programmiert, wie im
Amerikaner der Wunsch nach Frieden." Der
bloße Wille für Krieg, verbunden mit
einer Verschwörung, die Welt zu erobern, sagt
er, wurde seit fast zweihundert Jahren im deutschen
Volk intensiv genährt und würde
wahrscheinlich weitere zweihundert Jahre brauchen,
um es auszurotten. Darum, argumentiert er, ist der
einzige Weg, Deutschland daran zu hindern, bei
nächster Gelegenheit wiederum den Frieden der
Welt zu stören, diese Gelegenheit zu
verhindern, und das kann am besten dadurch
geschehen, es bis zu einem Punkt zu schwächen,
an dem es, sogar wenn es wollte, keinen Krieg
anfangen kann.[18] Die Rechtmäßigkeit dieses ganzen
Programms, und darum von Potsdam, steht oder
fällt mit dieser Voraussetzung. Wenn es
irgendeinen Zweifel an seiner Stichhaltigkeit oder
Vollständigkeit gibt, muß der gleiche
Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses
Plans erhoben werden. Ohne zu versuchen, das Thema erschöpfend zu
behandeln, unterbreiten wir folgenden Beweis, der
dazu angetan ist, Zweifel an der Genauigkeit der
Voraussetzung zu wecken und damit an der
Gerechtigkeit unserer Behandlung des deutschen
Volkes. Wir wollen uns wieder einmal Mr. Morgenthau bei
anderer Gelegenheit zuwenden. Am 7. März 1945,
sagte er zum House Committee on Banking and
Currency: Wirtschaftliches Durcheinander ist schwerlich
dasselbe, wie der in der Widernatürlichkeit
der Natur der Deutschen begründete "Wille zum
Krieg." Drei Monate später sagte Mr. Morgenthau zum
Banken und Währungskomitee des Senats: Mr. Morgenthau selbst zufolge, waren daher
sowohl das Fehlen von Wohlstand und Hoffnung auf
finanzielle Verbesserung als auch internationale
geldliche und finanzielle Probleme, zumindest
teilweise für den kürzlichen Krieg
verantwortlich, nicht nur Deutschlands Begierde
für Krieg, wie er in seinem Buch
behauptete. Zur Handelskammer von St. Louis sagte er: Mr. Vinson, Mr. Morgenthaus Nachfolger als
Finanzminister, gab seiner Ansicht über die
Ursachen des Krieges mit diesen Worten
Ausdruck: Die Lösung solcher Probleme zur
Verhinderung von Kriegen, ist weit entfernt von
unseren ursprünglichen Praktiken, den Frieden
durch die Umwandlung Deutschlands in ein Weideland
für Ziegen zu erhalten. Herbert E. Gaston, Stellvertretender
Finanzminister, sagte in einer
veröffentlichten Rede: Und bei anderer Gelegenheit sagte er: Daß die meisten Kriege, der letzte
eingeschlossen, durch wirtschaftliche
Störungen und einem daraus resultierenden
"kranken Wachstum" entstanden sind, um eine
Formulierung des verstorbenen Lord Keynes zu
benutzen, ist eine Binsenwahrheit, die niemand
leugnen kann. Solche Störungen und die
Ergebnisse daraus, sind nicht dasselbe wie
Menschen; Menschen sind die Opfer. Darum ist es
falsch, Menschen für die Kräfte
verantwortlich zu machen, die ihr Verhalten
verursachen. Wenn Völker in eine solche Falle
stürzen, durch die ihre gesamte Existenz
bedroht ist, werden sie, wenn irgendeine
Möglichkeit dafür besteht, ihren Weg
daraus erkämpfen. Sie werden kämpfen,
wenn es auch selbstmörderisch erscheinen mag.
Weil die meisten Völker es vorziehen,
kämpfend zu sterben, als träge zuzusehen.
Ein solches Verhalten mag falsch sein, es ist
jedoch die Art und Weise, in der Völker sich
über viele Tausende von Jahren verhalten
haben, und die Möglichkeit besteht, daß
sie es weiter tun werden. Die Briten selbst haben festgestellt, daß
Friedensbedingungen oft schwerer zu ertragen waren,
als Krieg. Wann immer das Gleichgewicht der
Kräfte in Europa gestört ist, so
daß der Kontinent beginnt, von einer seiner
Mächte beherrscht zu werden, betrachtet
Britannien das als eine Bedrohung seiner Existenz
und beginnt einen Krieg, um sich zu schützen.
Eine der besten und zuverlässigsten Analysen
des Themas, erschien 1943 in der September-Ausgabe
der halboffiziellen Veröffentlichung The
Nineteenth Century and After [Das Neunzehnte
Jahrhundert und Danach] von dem Herausgeber,
Mr. F.A. Voigt. Dies sind sachbezogene
Auszüge: Dies erklärt die den beiden Weltkriegen
zugrunde liegenden Ursachen, die sich von denen von
Mr. Morgenthau sehr unterscheiden. Es erklärt
Britanniens Interessen an den Potsdamer
Erklärungen, eingeschlossen die
Ent-Industrialisierung und Ent-Nazifizierung sowie
die Gründe hinter Britanniens
gegenwärtigem Widerstand Rußland
gegenüber, das wiederum, genau wie
Deutschland, droht, das europäische
Gleichgewicht zu stören. Sie bestreitet die
These, daß das deutsche Volk und seine
Querköpfigkeit allein für den Krieg
verantwortlich seien und entsprechend bestraft
werden müsse Es stellt auch eine ganze Reihe ansonsten
unerklärlicher Episoden klar, die mit dem
Krieg und dessen Ausbruch in Verbindung stehen. Es
zeigt, warum Britannien, angeblich weil es gegen
einen Angriff war, in den Krieg ging, diese Taktik
jedoch nur gegen Deutschland und nicht gegen
Rußland richtete, als dieses zusammen mit
Deutschland Polen angriff. Es erklärt die
Gründe für das Geheimprotokoll, das der
Garantieerklärung für Hilfe seitens
England und Frankreich beigefügt war, womit
die Garantie nur für einen deutschen und
keinen anderen Angriff gegeben wurde und auch nur
darauf beschränkte. Der Teil des Vertrages,
der zu der Zeit veröffentlicht wurde, gab den
Eindruck, als stünde die Garantie auf
moralischem Grund, gegen alle und jeden Angreifer.
Der veröffentlichte Teil sagte: Wenn auch die Ausdrucksweise etwas verwickelt
ist, ist der Sinn klar, daß der
Hauptgesichtspunkt Abwehr gegen Angriff war, und es
das war, wofür England kämpfen
würde. Der deutsche Angriff auf Polen wurde
als ein großer internationaler Fehler
angesehen. Als aber Rußland Polen ebenfalls
angriff und Britannien nichts gegen diesen Angriff
vorbrachte, der auch ein brutaler Dolchstoß
in den Rücken war, sondern den Krieg weiterhin
nur gegen Deutschland führte, wurde es vielen
Beobachtern klar, daß etwas mehr mitspielte,
als direkt zu sehen war. Es gab einen geheimen
Anhang zu dem Vertrag, der seitdem
veröffentlicht wurde und der festlegt,
daß "Der Ausdruck eine europäische
Macht, von der in der Übereinkunft die
Rede ist, sich auf Deutschland
bezieht."[26] Mit anderen Worten, Britannien nahm die
Gelegenheit war, um gegen Deutschland in den Krieg
zu ziehen, weil das Reich zu stark geworden war und
das europäische Gleichgewicht störte.
Das, vom britischen Standpunkt aus, fundamentale
Problem mußte korrigiert werden, d.h.
Deutschland mußte, als schützende
Maßnahme, nach der Besiegung geschwächt
werden. Es handelte sich hierbei nicht um Moral,
sondern es ging nur um Machtpolitik und das
Überleben Britanniens. Lord Lothian, der zu der Zeit britischer
Gesandter bei den Vereinigten Staaten war, sagte im
März 1938, zur Zeit der österreichischen
Krise: In seiner Kolumne schrieb Karl von Wiegand am
23. April 1944: Einen Monat vorher, der Associated Press
zufolge: Einen Monat, nachdem der Konflikt begann, sagte
die Pravda: Professor Harry Elmer Barnes sagt in einer
Erwiderung auf die Behauptung von Kriegslust beim
deutschen Volk: Diese Schlußfolgerung wurde untermauert
von Untersuchungen, wie die in der Studie von
Professor Quincy Wrights A Study of War [Eine
Kriegsstudie], in der gezeigt wird, daß
es in der Zeitspanne von 1480 bis 1940 278 Kriege
gab, in die europäische Länder verwickelt
waren, deren prozentuale Beteiligung wie folgt
war: "England 28; Frankreich 26; Spanien 23;
Rußland 22; Österreich 19; Türkei
15; Polen 11; Schweden 9; Italien 9; die
Niederlande 8; Deutschland [eingeschlossen
Preußen] 8; und Dänemark 7."
[Band I, S. 221] Pitirim Sorokin zeigt in Band III, Teil II
seiner Social and Cultural Dynamics [Soziale
und Kulturelle Dynamik] ebenfalls, daß
vom Zwölften Jahrhundert bis 1925 der
Prozentsatz von Jahren, in denen führende
europäische Mächte im Krieg waren, wie
folgt ist: [S. 352] Sorokin zieht daher den Schluß, "daß
Deutschland den kleinsten Prozentsatz und Spanien
den größten Prozentsatz an Kriegsjahren
hatte." Von den führenden modernen
europäischen Staaten zeigen England,
Frankreich und Rußland daher fast zweimal
soviel Kriegslust wie die "kriegsliebenden"
Deutschen. Prof. Barnes fährt fort: Aufhetzung zum Krieg ist eine
schreckliche Sache. Oliver Lyttleton, britischer
Produktionsminister, sagte am 20. Juni 1944 zur
Handelskammer von Amerika in London, wie von der
United Press berichtet: Es steht nun fest, daß Deutschland, um
einen Krieg mit den Vereinigten Staaten zu
vermeiden, den Unterseebooten befahl, auf die durch
Befehl von Washington durchgeführten Angriffe
der U.S. Streitkräfte, auf keinen Fall
zurückzuschlagen. In klarer Verletzung
internationalen Rechts, wurde unseren Schiffen auf
dem Atlantik zwei Monate vor Pearl Harbor befohlen,
alle Schiffe der Achsenmächte, die ihnen
begegnen, zu beschießen. Zu der Zeit hatte
Admiral Stark eine Botschaft an Admiral Kimmel
gesandt, daß "wir auf dem Atlantik im Krieg
sind." Zwei Monate nach Pearl Harbor sagte
Premierminister Churchill im House of Commons: Unser land-lease Programm
[Leih-Pacht-Abkommen] war als
"Friedensmaßnahme" mit dem engsten Ergebnis
im Kongreß durchgedrückt worden. Senator
Glass hatte jedoch den wirklichen Zweck verraten,
als er sagte, er bevorzuge, Großbritannien
die ganze Kriegsausrüstung, die wir
erübrigen könnten, zu leihen, "um
Deutschland von der Landkarte verschwinden zu
lassen.[34] Er hatte den Mut zu sagen, was
manche Figuren in Washington und anderswo
dachten. Hitler wurde als Verletzer internationaler Pakte
und Abkommen verdammt, doch als wir lange vor Pearl
Harbor Zerstörer nach Britannien schickten und
später erlaubten, daß viele unserer
Schiffe von britischen Offizieren kommandiert
wurden, verletzten wir Teil 3, Artikel V des Aktes
vom 15. Juni 1917, der vorsieht, daß es
während eines Krieges, in dem die Vereinigten
Staaten eine neutrale Nation sind, ungesetzlich
ist, irgendein Schiff, das gebaut, bewaffnet oder
als Kriegsschiff ausgerüstet ist, aus dem
Zuständigkeitsbereich der Vereinigten Staaten
zu schicken in der Absicht oder aus
begründetem Anlaß, daß es von
irgendeiner kriegführenden Nation benutzt
wird. Wir verletzten ebenso die Haager Konvention,
die einer neutralen Nation verbietet, einem
kriegführenden Land irgendwelches
Kriegsmaterial zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht nötig, die Beweisführung
weiterzuführen. Wir haben gezeigt, daß
gute Gründe bestehen, zumindest in gewissem
Grade, die Anklage anzuzweifeln, daß die
deutschen Menschen wegen ihrer querköpfigen
Natur und ihrer Absicht und Begierde Krieg zu
führen, die Alleinschuldigen am letzten
Konflikt waren. Es gibt daher genügend Raum
für Zweifel an der Gerechtigkeit des Potsdamer
Programms, Deutschland zu lähmen und seine
Menschen zu ewiger Armut zu verdammen und ebenso
starke moralische Gründe für die
Ablehnung des Programms. Die Sieger in jedem Krieg denken, daß sie
recht haben und der Besiegte unrecht. Der letzte
Krieg war keine Ausnahme. Dadurch, daß wir
die Besiegten in diesem Krieg weiterhin als eine
Rasse von Verbrechern behandelten und sie
entsprechend bestraften, wie wir das zunächst
taten, setzten wir einen äußerst
gefährlichen Präzedenzfall, einen, den
unsere Kinder guten Grund haben zu bedauern. Weil,
wenn wir jemals einen Krieg verlieren sollten, wir
nur ähnliche Behandlung erwarten
könnten. Es ist eindeutig ungerecht, die Menschen eines
Landes für das, was ihre Führer taten, zu
beschuldigen und zu bestrafen, insbesondere, wenn
die Menschen gezwungen waren, unter einer Diktatur
zu leben, die bei schwerer Bestrafung erzwingt,
sich den Erlassen und Befehlen der Führung zu
fügen. Die Wahrheit ist, daß die Menschen keiner
Nation in der modernen Geschichte, uns selbst
eingeschlossen, jemals eine wichtige Stimme bei
großen Entscheidungen hatten, sei es in einen
Krieg zu ziehen oder den Rahmen für ein
Friedensvereinbarungen festzulegen. Dies ist eine
der größten Tatsachen, der wir ins
Gesicht sehen müssen. Amerika kann keinesfalls
zu einer Verbesserung im Spiel der Machtpolitik
beitragen, das die Nationen der Welt in einen
schrecklichen Krieg nach dem anderen gestürzt
hat, bis die Menschen sich durchsetzen und darauf
bestehen, daß in Friedensvereinbarungen auch
Gerechtigkeit eingebracht wird. Bevor dies jedoch erreicht werden kann,
müssen sie die Fesseln von falscher Propaganda
abstreifen. Diese Propaganda kommt von zwei
verschiedenen Ebenen, einer höheren und einer
niedrigeren. Britanniens Pose als Verteidiger der
Rechtschaffenheit, während es damit
beschäftigt war, das System des Gleichgewichts
der Kräfte zu manipulieren, steht für die
höhere Ebene. Dieser Propagandatyp wird auf
den Punkt genau von dem verstorbenen John Maynard
Keynes in The Economic Consequences of The Peace
[Die Wirtschftlichen Konsequenzen des
Friedens] beschrieben: Dies war nach dem I. Weltkrieg geschrieben, hat
jedoch auch Gültigkeit für den Zweiten.
Ein anderer Engländer, der große
Disraeli sagte: Der britische Außenminister Ernest Bevin
sprach die Wahrheit über die Propaganda auf
der niedrigeren Ebene, als er bei der Konferenz der
Außenminister in London am 10. Februar 1946
sagte: Daß eine solche Propaganda in den meisten
Fällen ungeheuren Anteil am Kriegschüren
hatte, kann nicht bezweifelt werden. Sie
täuscht und verwirrt die Öffentlichkeit,
stachelt sie auf und stärkt ihre angeborene
Voreingenommenheit, die durch zivilisierende
Einflüsse im allgemeinen in erträglichen
Grenzen gehalten wird. Menschen können nur
solche Dinge richtig beurteilen, die sie aus
eigener Erfahrung kennen oder bei denen sie die
Möglichkeit hatten, sie durch Lernprozesse aus
allen Blickwinkeln zu betrachten. Wenn die Medien,
auf die die Menschen für Nachrichten aus dem
Ausland angewiesen sind, die Tatsachen färben
und entkräften oder diese sogar verdrehen, was
sie manchmal tun, gibt es für die
Öffentlichkeit keine Möglichkeit, die
Wahrheit zu erfahren. Ihr allgemeines Urteil, die
Genauigkeit, die die Grundlage für einen
demokratischen Prozeß bildet, kann
konsequenterweise nicht verlässlich sein; im
Gegenteil, wenn die Beurteilung irregeführt
ist und die Leidenschaften für den Zweck
genügend entfacht sind, werden sie
unweigerlich verrückte Abenteuer, ungerechte
Eingriffe und andere tragische falsche Schritte in
internationalen Angelegenheiten
unterstützen. Und das ist, was Prime Minister Neville
Chamberlain einen Monat vor Ausbruch des Krieges
feststellte: Sowohl Amerikaner als auch Briten wurden vor
Ausbruch des Krieges mit irreführender,
aufrührerischer Propaganda
überhäuft. Nur einige ruhige, informierte
Beobachter waren scheinbar in der Lage, sie zu
durchschauen. Sechs Monate bevor wir in den Krieg
gestürzt wurden, schrieb ein leitender
Angestellter von Roosevelt & Son von Pine
Street an Hugh W. Long & Co. in einem
Brief: Vielleicht war das giftigste aller
Propagandathemen, das in diesem Land ganzseitig in
Zeitungen und anderswo verbreitet wurde, die
angebliche Äußerung Hitlers, daß
er eines Tages herüberkommen und das
"dekadente Yankeetum" fertigmachen würde. Die
Passage war aufgemacht, daß sie aussah wie
ein direktes Zitat und war über dem Namen
Adolf Hitler angebracht. Es wurde jede Anstrengung
unternommen, den Eindruck zu vermitteln, als
käme es aus Mein Kampf, obwohl es etwas war,
von dem Hermann Rauschnigg sagte, daß Hitler
es gesagt habe - die durch nichts gestützte
Aussage eines Mannes, eines Flüchtlings. Eine solche Aussage steht in starkem Gegensatz
zu dem, was Hitler wirklich in Mein Kampf schrieb,
wo er Deutschlands Verwundbarkeit durch seine
ungeschützten Grenzen und die Ausdehnung
seines kleinen nationalen Gebietes beschreibt und
die Vereinigten Staaten wegen "ihres ungeheuren
Raumes, der der Größe eines ganzen
Kontinents entspreche" bewundert sowie ihrer
"unvergleichlichen inneren Stärke." "Der
gewaltige nordamerikanische Staat", sagt er, "mit
seinen ungeheuren Resourcen an Öl, ist viel
unverwundbarer als das umzingelte Deutsche Reich."
Und er sagt weiter: Doch wie fest die Propaganda den Eindruck in der
Öffentlichkeit verankert hatte, daß Mein
Kampf ein Programm für die Eroberung der Welt
enthielt, zeigt sich in folgendem Auszug, der aus
einer Niederschrift der Frageperiode stammt, die
der Rede von Botschafter John Cudahy vor dem
Council of Foreign Relations [Rat für
Öffentliche Angelegenheiten] von Chikago
folgte, die er anderhalb Monate vor Pearl Harbor
hielt. Es hat niemals wirkliche Beweise dafür
gegeben, daß eine Welteroberung in
Erwägung gezogen worden wäre. General
Marshall, Chef des Generalstabes, sagte in seinem
zweijährlichen Bericht, der im Oktober 1945
veröffentlicht wurde, daß es nach einer
Beurteilung der Verhöre von Rangmitgliedern
des deutschen Oberkommandos durch den Generalstab
des Kriegsministeriums, keinen allgemeinen
deutschen strategischen Plan zur Eroberung der Welt
gegeben habe.[40] Das Programm der Alliierten, die Deutschen
umzuerziehen, ist der Fall einer irregeleiteten
Gruppe, die versucht, eine andere zu
desillusionieren. Unsere Überzeugung,
daß die Deutschen mit vergifteter Propaganda
angefüllt waren, ist ganz richtig, und unser
Wunsch, die Auswirkungen dieser Propaganda zu
beseitigen, ist gut. Wir können jedoch unseren
Zweck nicht erreichen, wenn so viele unser eigenen
Ideen falsch sind, und besonders, wenn die
Deutschen aus eigener Erfahrung wissen, daß
sie falsch sind. Um erfolgreich zu sein, muß
ein Lehrer die Achung derjenigen haben, die er zu
unterrichten versucht. Er muß sich diese
Achtung durch die bewiesene Überlegenheit
seiner Kenntnisse und seines Verständnisses
erwerben. Ein Teil dessen, was wir versuchen die
Deutschen zu lehren, ist wahr und könnte einen
günstigen Erfolg auf die deutsche Einstellung
haben, wenn wir die Deutschen nur dazu bringen
könnten, mit Achtung und Sympathie
zuzuhören. Aber die Deutschen wissen,
daß zuviel von dem, was wir ihnen beibringen
wollen, falsch ist, und durch dieses Wissen
verlieren sie die Achtung vor uns und haben
für alles, was wir sagen, taube Ohren. Unser Umerziehungsprogramm sollte zu Hause
anfangen. Wenn wir nur die Auswirkung der
Propaganda auf unsere eigene Illusion
überwinden könnten und die Ignoranz, die
aus dem Fehlen einer gründlichen Kenntnis
europäischer Angelegenheiten herrührt,
wenn wir uns nur mit den Tatsachen vertraut machen
und ihnen dann mutig gegenübertreten
würden, könnten wir die Deutschen nicht
nur umerziehen, sondern könnten viele irrige
und tragisch-gefährliche Punkte aus unserem
deutschen Programm entfernen. Wenn wir unsere
eigenen Ideen und das Programm, das aus diesen
Ideen entstand, nicht revidieren, laufen wir
Gefahr, Deutschland, Europa und alles, wofür
wir in diesem kostspieligen Krieg gekämpft
haben, zu verlieren. Es ist zu hoffen, daß
dieses Buch dabei hilft, den Weg zur Wahrheit zu
weisen, und dadurch zu unserem zukünftigen
Erfolg. Die Erfahrung in Europa hat uns bereits einige
bitteren Lehren erteilt und uns gezwungen, das
harte und brutale Programm, das wir uns vorgenommen
hatten, unserem besiegten Feind aufzuzwingen, in
gewissem Grade zu verbessern. Aber wir haben noch
viel mehr zu lernen und müssen noch viele
Änderungen in unserer Taktik vornehmen, bevor
wir auf einen Erfolg unseres deutschen Abenteuers
hoffen können. In Gedanken an diese Tatsachen,
bieten wir folgende Vorschläge an. Es sollten schnellstens Notfallversorgungen mit
Nahrungsmitteln nach Deutschland geschickt werden.
Die Grundernährung sollte sofort auf 2.200
Kalorien pro Person und Tag angehoben werden, und
auf 2.500 Kalorien während des Winters. Dem
Zentralen Roten Kreuz muß erlaubt werden, zu
arbeiten. Alle Einschränkungen für
private Hilfe müssen gestrichen werden. Mit
Förderung der Regierung sollten große
Werbeaktionen durchgeführt werden, wenn
möglich für Kleidung, Brennstoff,
Medikamente und andere Notwendigkeiten, die jetzt
fehlen. Alle deutschen Kriegsgefangenen müssen
freigelassen und nach Deutschland
zurückgeschickt sowie mit dem notwendigen
Werkzeug versehen werden, um sie in die Lage zu
versetzen, in Deutschland zu arbeiten und das
Deutsche Volk mit Nahrungsmitteln und anderem zu
versorgen, wodurch eine schwere Last von unseren
Schultern genommen würde. Die Gefangenen
sollten volle Gewerkschafts-Löhne für
Arbeit erhalten, die sie seit dem V-E Day geleistet
haben, um es ihnen zu ermöglichen, sich wieder
einzuleben und für ihre abhängigen
Überlebenden zu sorgen. Der ganze Grund und Boden sollte
zurückgegeben und das Reich innerhalb der
Grenzen von 1937 wiederhergestellt werden. In allen
Gebieten, die im Jahre 1937 von Deutschen besiedelt
waren, Danzig und Österreich eingeschlossen,
sollten Volksbefragungen durchgeführt werden,
um in Übereinstimmung mit der Atlantic Charter
festzulegen, unter welcher Fahne diese Menschen
leben wollen. Um den gegenwärtigen unerträglichen
Bevölkerungsdruck zu erleichtern, sollten alle
Länder mit niedriger Bevölkerungsdichte,
wie die Vereinigten Staaten, Kanada, Lateinamerika,
Australien und Afrika, die Begrenzungen niedriger
setzen und dem Überschuß der deutscher
Bevölkerung erlauben, auszuwandern. Es sollte alle Hilfe angeboten werden, die
deutschen Städte wieder aufzubauen, die
nötigen öffentlichen Dienste wieder
einzurichten und ordentliche Wohnungen zu
schaffen. Alle Beschränkungen der industriellen
Produktion sollten aufgehoben und
höchstmögliche Leistung (außer
Kriegsmaterial), im Einklang mit der These,
daß "Wohlstand, wie Frieden, unteilbar ist,"
ermutigt werden. Der deutsche Außenhandel sollte ermutigt
werden, um die Deutschen in die Lage zu versetzen,
sich so bald wie möglich selbst zu versorgen.
Die Mark sollte im Verhältnis zu anderen
Währungen bewertet werden, um privaten
deutschen Außenhandel möglich zu machen.
Die Produktion und Unterhaltung von kommerziellen
Luftschiffen und Ozeanschiffen sollte erlaubt
werden. Durch Stabilisierung der Währung, sollten
die Finanzen rehabilitiet und einer Inflation
vorgebeugt werden. Durch Anforderung von
ausstehenden Zahlungen in Mark, sollte die
vorhandene Währung zusammengezogen und diese
in neue Mark umgetauscht werden auf einer Basis von
etwa fünf alten gegen eine neue, und alle
Schulden und Außenstände sollten in neue
Mark zu der Rate, die anstelle der alten
festgesetzt wird, zahlbar sein. Experten sollten
die genaue Rate festsetzen, die für diese
Umwandlung erforderlich ist, die das Ziel hat, das
Preisniveau wieder auf das von 1937 zu bringen.
Danach sollten Änderungen in der Gesamtmenge
des Geldes den Änderungen der nationalen
Produktionskapazität angepaßt
werden. Die Steuern sollten herabgesetzt werden, um
Initiativen und das Gewinnmotiv wieder zu
beleben. Die Einschränkungen wissenschaftlicher
Forschung sollten aufgehoben werden, mit
weitergehenden Verboten auf den Gebieten von
Atomspaltung, Giftgas und Kriegswaffen. Schritte zur Unterzeichnung eines
Friedensvertrags über die offizielle
Beendigung des Krieges müssen eingeleitet
werden. Den Deutschen sollte erlaubt werden, eine
geeinte, zentrale Regierung nach eigener Wahl
einsetzen, in Vereinbarung mit der Atlantik
Charter, nur mit Kontrolle von außerhalb, wie
nachstehend angegeben. Die Deutschen sollten
ermutigt werden, selbst ein Grundgesetz
festzulegen, wobei Parteien, die eine Diktatur oder
Revolution befürworten, von diesem
Prozeß ausgenommen werden sollen. Alsdann sollten alle Besatzungstruppen
zurückgezogen, die Militärregierungen
aufgelöst und alle Zonen aufgehoben werden.
Die Entwaffnung sollte jedoch weiterhin beibehalten
und die Herstellung von Munition und allen
Kriegswaffen verboten werden. Um Kontrollen durch
die Vereinten Nationen durchzuführen, sollte
ein Beobachtungs-und Überraschungs-System
durch patrouillierende Streifen eingerichtet
werden, die die Erlaubnis haben, jeden und alle
Berichte und Tätigkeiten zu prüfen und
durch die militärische Macht der Vereinigten
Staaten und anderer Staaten der Vereinten Nationen
unterstützt werden. Diejenigen, die dagegen
verstoßen, sollen vor deutschen Gerichten
durch alliierte Ankläger angeklagt werden, mit
Urteilen, die Einspruchsrecht und
Wiederaufnahmeverfahren, wenn nötig, vor
alliierten Tribunalen erlauben. Es sollte auf Abschaffung der Diskriminierung
zugunsten von Displaced Persons und anderen
bestehen und alle Personen in Deutschland vor dem
Gesetz gleichstellen. Das Umerziehungsprogramm sollte ohne viele
Umstände und so bald wie möglich
fallengelassen werden. Die allgemeinen anti-Nazi
Verordnungen sollten durch spezifische Gesetze
ersetzt werden, die die Propagierung und
Befürwortung klar definierter und spezifischer
Ideen oder Tätigkeiten verbieten, wobei diese
Verbote für alle gleich gelten sollen,
eingeschlossen Kommunisten, so daß, falls ein
bestimmtes Prinzip, daß vorher von den Nazis
vertreten und weil sozial gefährlich als
ungesetztlich erklärt wurde, zufällig
auch von den Kommunisten vertreten wird, die
Unterdrückung desselben auch Kommunisten und
alle anderen gleichermaßen betrifft, und
nicht nur gegenwärtige frühere Nazis.
Alle anderen Erlasse, die zur politischen
Diskriminierung eingeführt wurden, sollten
abgeschafft werden, um früheren Nazis die
Möglichkeit zu geben, sich wieder als
produktive, gesetzestreue Bürger mit vollen
Rechten zu fühlen. Die ganze Zensur sollte
abgeschafft und Verkehr zwischen den Deutschen und
der Außenwelt ermöglicht werden. Den
Deutschen sollte erlaubt werden, frei in andere
Länder zu reisen und Bürgern anderer
Länder, wenn sie wollen, Deutschland zu
besuchen Nur durch ein solches Beispiel von Weisheit und
Menschlichkeit, können wir den Deutschen die
Vorzüge unserer Art zu leben vorführen.
Durch die Einführung eines solchen Programms
und seine Annahme - und wenn wir bei unseren
Alliierten darauf dringen, es zu akzeptieren -,
könnten wir sofort die Unterstützung und
die Sympathie aller Deutschen gewinnen.
Rußlands Pläne mit Deutschland
würden zunichte gemacht, Krieg zwischen Ost
und West würde unnötig, und der Welt
würde ein anderer tragischer holocaust
erspart. Anmerkungen: |